Social Media in Österreich

WKO-Infos

2.250.000 Facebook-Accounts und 37.000 Twitternutzer gibt es aktuell in Österreich. Damit wird das Thema auch für Betriebe immer interessanter. Mit der Studie zur Social Media-Nutzung der heimischen Wirtschaft des E-Centers der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) liegen erstmals repräsentative Informationen für österreichische Unternehmen vor.

Die Ergebnisse: Österreichs Unternehmen setzen zunehmend auf soziale Medien. Bei der im Jänner 2011 durchgeführten Studie gaben 48 Prozent der Betriebe (Geschäftsführer, Selbstständige und IT-Verantwortliche) an, soziale Medien zu nutzen. Vor einem Jahr waren es erst 39 Prozent. Facebook, Twitter und Xing sind dabei die beliebtesten Plattformen: 77 Prozent der in sozialen Medien aktiven Unternehmen nutzen Facebook, 56 Prozent verwenden Xing, bereits 24 Prozent setzen auf Twitter. Haben sich Unternehmen einmal für die Nutzung sozialer Plattformen entschieden, sind sie dort sehr aktiv: Bei der Umfrage der WKÖ gaben zwei Drittel der Nutzer sozialer Medien an, zumindest wöchentlich Neuigkeiten zu posten, 18 Prozent tun dies sogar täglich.

Laga: Unternehmer stürzen sich oft ohne Strategie ins Social-Media-Abenteuer

Bei allem Eifer, den Österreichs Unternehmen in sozialen Medien an den Tag legen – bei der Frage nach dem Nutzen dieser Bemühungen herrscht teilweise noch Orientierungslosigkeit. So sehen 41 Prozent der befragten Unternehmer den Nutzen ihres Engagements für ihr Geschäft nicht konkret. Immerhin 36 Prozent sehen positive Ergebnisse, am meisten profitieren sie bei der Neukunden- und Neugeschäftsanbahnung. Wie die WKÖ-Studie aufdeckt, verfolgt nur ein Viertel jener Unternehmen, die bereits in sozialen Medien aktiv sind, strategische Ziele bei der Nutzung dieser Plattformen. Die Imagepflege wird hier als vordringliches Ziel genannt, gefolgt von Neukundengewinnung und Kundenbindung.

Neben konkreten Zielen fehlen oftmals auch bestimmte Vorgaben: „In zwei Drittel aller Unternehmen, die Social Media nutzen, gibt es keinerlei Richtlinien für die Nutzung. Nur 22 Prozent haben bereits eigene Guidelines zur Nutzung sozialer Medien entwickelt, weitere 11 Prozent planen, derartige Richtlinien einzuführen“, betont Gerhard Laga, Leiter des E-Centers in der WKÖ. „Die Studie zeigt die Unsicherheit vieler Unternehmer bei sozialen Medien. Sie fragen sich, wie Erfolg in sozialen Medien überhaupt erkennbar ist. Das liegt daran, dass sich viele ohne konkrete Strategie ins Abenteuer stürzen“, so Laga.

Wie man Social Media erfolgversprechend für sich einsetzt, sei eine strategische Entscheidung, die für jedes Unternehmen individuell getroffen werden muss. WKÖ-Generalsekretär Herwig Höllinger schlägt eine durchdachte Nutzung vor: „Unternehmer, die in Social Media einsteigen wollen, sollten sich zunächst überlegen, welche Ziele sie mit der Nutzung sozialer Netzwerke verfolgen und erst danach ihre Mitarbeiter schrittweise in diese Aktivitäten einbeziehen.“ Wichtig seien auch klare Rahmenbedingungen für die Nutzung in Unternehmen:„Die Entwicklung von eigenen Social Media-Guidelines für das Unternehmen ist ein wichtiger Schritt dazu“, so Höllinger. Dazu hat das E-Center den Ratgeber „Social Media-Guidelines für KMU“ überarbeitet und neu aufgelegt. Sie enthält einerseits Tipps für Unternehmer zum Finden der passenden Social Media-Strategie und andererseits Anregungen, wie sich Unternehmer und Mitarbeiter geschäftlich korrekt in Social Media bewegen, zugleich aber Image, Marken, Produkte und Dienstleistungen geschützt werden können. Download unter: http://wko.at/ecenter

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